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Aphasie - wenn Sprache zerbricht
Logos


'Frau Pullwitt hat Recht. Menschen mit Aphasie und ihre Angehöri­gen haben noch keine ausreichende Lobby. Keiner beschäftigt sich wirklich gerne mit diesem Thema. Meist kann man nur in Fachli­teratur nachlesen, was eine Aphasie ist und bedeutet. Aphasie ist eine Sprach­störung in Folge eines Schlaganfalls, die jeden betreffen kann. Sie verändert das Leben des Betroffenen und ebenso der Angehörigen, sowie das gesamte Umfeld.

Das Buch ist in einen medizinischen und einen praxisbezogenen Teil gegliedert und richtet sich in erster Linie an Ange­hörige und Betroffene.

Herr Dr. Winnecken, Aphasiologe und Neurolinguist, schreibt eine Einführung aus medizinischer Sicht zum Thema Aphasie. Die Entstehungsge­schichte und Erläuterungen sind für Laien gut verständlich dar­gestellt. Was eine Aphasie bedeutet, nämlich nicht nur den Verlust der Sprache, sondern eine Veränderung des gesamten Lebens, wird anschaulich deutlich gemacht. Es werden die Formen der Aphasie und ihre Leitsymptome beschrieben und was es außerdem noch für Begleitsymptome nach einem Schlaganfall geben kann.

Frau Pullwitt erzählt aus der Sicht einer betroffenen Angehörigen. Ihr Mann bekam mit 47 Jahren einen schweren Schlaganfall. Nicht nur das Leben ihres Mannes, sondern auch ihr Leben, nahm plötzlich eine ganz andere Wendung. Wie geht das Leben weiter? Welche Hilfe kann man erwarten? Von welchen Vorstellungen muss man sich verabschieden? Auf einmal muss man die Krankheit des Partners akzeptieren und mittragen und zum anderen muss man sein Leben auch völlig verändern.

Sie schildert am Beispiel verschiedener Paare, wie man mit den Folgen eines Schlaganfalls umgehen kann. Manche verzweifeln, manche arrangieren sich und manche sortieren ihr Leben neu und positiv. Denn das ist auch möglich, ein glückliches Leben mit einer Aphasie zu führen. Es gibt die unterschiedlichsten Lebensmodelle "danach". Und alle sind richtig.

Außerdem gibt das Buch viele nützliche Hinweise, wo man Beratung und Hilfe finden kann.

Das Buch trägt dazu bei, dass das Thema Aphasie in der Öffent­lichkeit bekannter wird. Und es soll Mut machen, sich dieser He­rausforderung zu stellen und seinen Lebensweg neu zu finden,egal, wie er aussieht.'

Erschienen in "Logos" 3/2013, Rezensentin: Andrea Daubenberger, Stuttgart



Vom: 16.09.2013

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